Geschichte

Im hübsch gelegenen Ecknachtal, dessen genius loci sich mit architektonischen Juwelen wie dem Fuggergut Blumenthal oder der Wallfahrtskirche Maria Birnbaum eindrucksvoll präsentiert, etablierte sich 1983 – mit dem antiken Dichterroß im Wappen – das Pegasus-Theater.

Als Basis dafür darf man das von Renate Mechler-Schmitt betreute Kindertheater der Grundschule Adelzhausen betrachten, welches als “Talentschmiede” noch heute für einen Teil des Spielernachwuchses garantiert.

An einige Aufführungen sei erinnert:

* 1982 “Die chinesische Nachtigall” von Hans Christian Andersen, zur 1200-Jahr-Feier von Adelzhausen, in Gegenwart von Altministerpräsident Alfons Goppel
* 1984 “Der verlorene Schuh” nach Frhr. von Pocci, mit einer Fernsehdokumentation in der Reihe “Unter unserem Himmel”
* 1985 “Die Magyaren vor Augsburg”, zur 2000-Jahr-Feier der Stadt Augsburg in der Kongreßhall
* 1992 “Das kalte Herz” nach Wilhelm Hauff anläßlich der Einweihungsfeiern für den Neubau der Adelzhausener Volksschule

Die Aufführungen des Pegasus-Theaters fanden bis 1990 in Adelzhausen statt. Als der Raum zu eng wurde, ergab sich glücklicherweise die Möglichkeit, in der Stadthalle Schrobenhausen die alljährliche “große Produktion” durchzuführen.

Künstlerische Leitung

Bis 2013: Meinrad Schmitt, Professor an der Hochschule für Musik und Theater München
Spielzeit 2014: Hans Kriss
Ab 2015: Daniela Schroll u. Johanna Mertl

Spielorte, Spielzeiten

Jeweils im Frühjahr “Stagione”- Betrieb in der Stadthalle Schrobenhausen;
dazu Aufführungen vornehmlich im schwäbischen Raum
(u.a. 1986 in Augsburg anläßlich der Landesgartenschau;
1997 in Aichach bei den “Historischen Markttagen”;
1998 in Lauingen a.d. Donau zur 20-Jahr-Feier des Stadeltheaters Lauingen;
1999 in Babenhausen im Rahmen der “5. Schwäbischen Theatertage”)
2016 im Herzog-Filmtheater, Schrobenhausen

Schwerpunkte

Die unverwechselbaren, spezifischen Akzente des Pegasus-Theaters setzt zum einen die Auswahl der Stücke, die gerne – wenn auch nicht ausschließlich – im lyrisch-komödiantischen Genre angesiedelt sind, zum anderen die Musik, der eine wichtige dramaturgisch-integrierende Funktion zugewiesen ist. Diese wird (bis 2013) von Regisseur Meinrad Schmitt komponiert und von einem Instrumental-Ensemble live gespielt.

Nicht weniger typisch für Pegasus ist der hohe Anteil von Kindern und Jugendlichen, welche dem Spielerteam stets neue Energieimpulse verleihen – Alt und Jung als große “Pegasus-Familie”!

Laudatio

Für sein “Überleben” bedankt sich Pegasus nicht nur bei seinem Publikum, sondern auch bei der Stadt (nebst Stadtsparkasse) Schrobenhausen, der Stadt Aichach und – last not least – bei der kleinen “Heimat”- Gemeinde Adelzhausen, die seinerzeit unserem Dichterroß zu den ersten Flugversuchen verhalf und heute wie damals die “Stalltür” offen hält, wenn es (in den Probenphasen) wieder einmal gehegt und gepflegt werden muß.

‘The Show must go on’

Wer sich künftig Pegasus- Produktionen anschauen möchte, aber noch nicht in unsere Besucherkartei aufgenommen ist und wer darüber hinaus Lust verspürt, aktiv bei Pegasus mitzuarbeiten – als Akteur oder bei den verschiedenen Teams für Technik, Bühnenbau, Maske, Kostüme – sei herzlich dazu eingeladen.

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(Szene aus ‘Sommernachtstraum’ von W. Shakespeare, Pegasus-Theater 2015)

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Presse-Echo

“…welch guten Ruf das Pegasus-Theater mittlerweile durch seine Inszenierungen erworben hat beweist das Stammpublikum, das von weit her anreist, um das “besondere Theater” … nicht zu versäumen.”
(zu “Die schlimmen Buben in der Schule” von J. Nestroy, 1984)

“…(Pegasus), nicht irgendeine “ländliche Bühne”, sondern ein Ensemble, das schon über einen festen Publikumsstamm verfügt, weil sich seine Stücke sehen lassen können…”
(zu “Der Kater” von T. Dorst)

“…wie graziös, gelöst und filigran dieser “Joke” über die Bühne läuft, wie genau die Charaktere sitzen und wie feinfühlig die Möglichkeiten der Schauspieler ausgelotet wurden…, ist schlichtweg faszinierend…”
(zu “Joke” von T. Wilder, 1990)

“… Meinrad Schmitt … kann stolz sein auf sein Ensemble. Gepflegte Stimmen der Sängerinnen und Sänger, der Sinn für Skurrilität in den Kostproben aus dem Sprechtheater, hervorragende Musiker, Artisten und Tänzerinnen sichern dem Theater den besonderen Rang …”
(zu “Duelle”, 1997)

“…selten, daß den Parkplatz vor der Stadthalle so viele Fahrzeuge mit Münchner Kennzeichen belegen, selten bunt das Publikum von ganz honorig bis ausgesprochen flippig; die Pegasus-Leute scheinen eine große wie treue Fangemeinde zu haben…”
(zu “Das Atoll” von M. Farewell, 1997)

“… Beim Pegasus-Theater, der von Meinrad Schmitt und Renate Mechler-Schmitt professionell geführten Laienbühne, wird gespielt, wie es der Dichter haben wollte. Lope de Vega ist in dieser Aufführung also nicht nur als Bühnenfigur, sondern tatsächlich gegenwärtig. Kann man über eine Inszenierung und Aufführung Besseres und für das Publikum der noch ausstehenden drei Aufführungen Beruhigenderes sagen?”
(Zu “Lopes Traum” nach L. de Vega, SZ am 2. 6. 2000)

“…Pegasus fällt zwischen alle Klischees: Übers Laienspiel gehen Qualität und Engagement hinaus…”
(zu “Die gefesselte Phantasie” von F. Raimund, 1991)

“…unwillkürlich war der Besucher des Pegasus-Theaters versucht, die Premierenvorstellung … mit professionellen Bühnen und nicht mit anderen Laientheatern zu vergleichen. Diese Tatsache spricht für sich…”
(zu “Das Gold von Bayern” von R. Raffalt)

“…andererseits gibt es immer wieder … aufsehenerregende Produktionen von spielerischer Brillanz, die jede Grenze zwischen professioneller Schauspielerei und bloßem Laientheater aufheben. Stücke, in denen eine mitreißende Spielfreude der Darsteller Aug und Ohr und Seele gleichermaßen fasziniert …”
(Zu “Abadschidschi” von C. Goldoni, 1999)

“Weil alles so wunderbar in sich stimmt, ist die Aufführung in sich so, wie es sich für ein Zauberspiel gehört, nämlich zauberhaft.” (Zu “Der Diamant des Geisterkönigs” von F. Raimund, 2009)

Stellvertretend für die positive Resonanz unserer Besucher, die uns seit Jahren die Treue halten, sei ein Zuschauer mit der Bemerkung zitiert: “Wenn es das Pegasustheater nicht gäbe, müßte man es direkt erfinden!”

Eine Auflistung aller bereits gespielten Stücke finden Sie im Archiv.